1. Home
  2. Politik
  3. Romney verliert nach Wähler-Beschimpfung an Ansehen

Romney verliert nach Wähler-Beschimpfung an Ansehen

Mitt Romney sollte wohl besser darauf achten, was er sagt. (Bild: Keystone)

Seine abfälligen Äusserungen über ärmere Amerikaner haben US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney einiges an Beliebtheit gekostet.

Veröffentlicht am 20.09.2012

Der konservative Herausforderer von US-Präsident Barack Obama, Mitt Romney, verliert nach Bekanntwerden seiner abschätzigen Kommentare über ärmere Amerikaner an Wählergunst.

Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge sehen 43 Prozent der Befragten Romney als weniger vorteilhaft an als zuvor. Fast 60 Prozent der Befragten sahen in Romneys Äusserungen eine unfaire Herabsetzung eines grossen Teils der Amerikaner.

In einer täglichen Erhebung von Reuters konnte Obama seinen Vorsprung gegen Romney am Mittwoch gegenüber dem Vortag um einen Punkt auf 5 Prozent ausbauen. Demnach würden 48 Prozent der Befragten für Obama stimmen, wenn jetzt die Wahlen wären. Romney käme auf 43 Prozent.

Der Multimillionär Romney hatte während einer exklusiven Wahlkampfveranstaltung über die Anhänger von Obama erklärt, sie sähen sich als Opfer und setzten nur darauf, dass der Staat sie unterstützen müsse.

Inzwischen bemühte sich Romney um Schadensbegrenzung. Bei einer Rede vor Wahlkampfspendern am Mittwoch sagte Romney, dass ihm arme Menschen sehr wohl wichtig seien und versuchte den Fokus wieder auf die Wirtschaft zu legen.

«Die Frage in diesem Wahlkampf ist nicht, wem die Armen und der Mittelstand wichtig sind. Mir sind sie wichtig, ihm sind sie wichtig», sagte Romney in Bezug auf den US-Präsidenten Barack Obama. «Die Frage ist, wer den Armen und der Mittelklasse Helfen kann. Ich kann es. Er kann es nicht.»

Ipsos-Meinunsgforscherin Julia Clark nannte das Video ein Problem für Romney, wenn auch kein wahlentscheidendes. «Solche Dinge haben einen Einfluss auf das Image des Kandidaten, aber es ist nicht entscheidend dafür, für wen die Leute am Wahltag tatsächlich stimmen», sagte Clark.

(laf/aho/sda)

Anzeige