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Romney zum Obama-Herausforderer gekürt

Nach der Kür zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama: Republikaner Mitt Romney mit Ehefrau Anne. (Bild: Keystone)

Mit Mitt Romney an der Spitze wollen die Republikaner die Wahlschlacht um das Weisse Haus gewinnen. Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl am 6. November ist jedoch völlig offen.

Veröffentlicht am 29.08.2012

Der Ex-Gouverneur und Multimillionär Mitt Romney tritt bei der US-Präsidentenwahl im Herbst gegen Amtsinhaber Barack Obama an. Das hat der Parteitag der Republikaner am Dienstagabend (Ortszeit) in Tampa in Florida offiziell entscheiden.

Zugleich verabschiedeten die Delegierten ein Wahlprogramm, in dem sie den weltweiten Führungsanspruch der USA betonen. Das strikt konservative Programm bekräftigt ausdrücklich das Recht auf das Tragen von Waffen. Die Europäer werden indirekt aufgefordert, ihre Militärausgaben nicht weiter zu kappen.

Bei dem Parteitag wurden aber auch innerparteiliche Konflikte sichtbar. Es kam zu turbulenten Szenen und offenen Protesten. Anhänger des radikalliberalen Ron Paul reagierten mit wütenden Buh-Rufen auf eine Änderung der Parteitagsstatuten, von der sie sich benachteiligt fühlen.

Klare Mehrheit der Deligierten

Romney - der erst später auf dem Parteitag erschien - erhielt eine klare Mehrheit der rund 2000 Delegierten. Danach brach minutenlanger Jubel aus, Musik heizte die Stimmung zusätzlich an.

In dem Wahlprogramm betonen die Republikaner ihre Überzeugung, dass «unser Land einen einzigartigen Platz und eine einzigartige Rolle in der menschlichen Geschichte hat». Die USA seien für «Frieden durch Stärke».

Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, appellierte an seine Parteifreunde, Amerika aus der Krise zu führen. «In allen Ecken des Landes herrschen Zweifel und Angst», erklärte er unter dem Jubel der Delegierten. «Die Probleme sind riesig und die Lösungen nicht schmerzlos.»

Auch die Ehefrau Romneys meldete sich zu Wort. «Ihr könnt Mitt vertrauen», rief sie den Delegierten zu. Ann Romney bemühte sich vor allem, das Image ihres Mannes zu verbessern und ihn als warmherzig und liebevoll darzustellen. Kritiker meinen, Romney sei oftmals kühl und verschlossen zu anderen Menschen.

(aho/laf/awp)

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