Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eindringlich dazu aufgerufen, Helfer in Ebola-Gebieten besser zu schützen. Angriffe und Proteste gegen sie müssten beendet werden, mahnte die Organisation am Samstag in Genf.

In Guinea hatte in der vergangenen Woche eine Gruppe bewaffneter Männer eine Delegation aus Regierungsvertretern, Medizinern und Journalisten angegriffen und mindestens sieben Menschen getötet, darunter auch Helfer des Roten Kreuzes. Nach Augenzeugenberichten waren es sogar acht Tote.

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Frustration und Angst

Das Rote Kreuz rief Regierungen und Kommunen auf, die Helfer zu schützen. «Angriffe wie diese - hervorgerufen aus Frustration und Angst vor der Krankheit - sind nicht akzeptabel.» Jede Aktion, die Hilfe erschwere, trage zur Verbreitung der Krankheit bei. In Orten, wo medizinische Hilfe nicht möglich sei, habe die Zahl der Ebola-Fälle zugenommen.

Die Hilfsdelegation war in der Region um Womey im Südosten Guineas unterwegs, um über die Gefahren durch das Virus zu informieren. Sechs Tatverdächtige wurden nach offiziellen Angaben festgenommen.

(sda/gku)