Als Folge des rasanten Wertverlusts des russischen Rubel haben Weissrussland und Turkmenistan ihre Währungen abgewertet. Die Zentralbank in Minsk senkte am Montag den Wechselkurs des weissrussischen Rubel zum Dollar um rund 7 Prozent. Der turkmenische Manat wurde gar um 19 Prozent abgewertet.

Damit solle dazu beigetragen werden, die Lage des Finanzsystems in Weissrussland zu normalisieren, erklärte die Notenbank in Minsk. Mehr als die Hälfte der Exporte Weissrusslands geht nach Russland. Präsident Alexander Lukaschenko hatte im Dezember verlangt, den Handel mit Russland künftig in Euro oder Dollar abzuwickeln.

Auswirkungen treffen ehemalige Sowjetrepubliken schwer

Für viele Staaten der früheren Sowjetunion ist Russland der wichtigste Handelspartner. Sie bekommen daher die Auswirkungen der dortigen Finanzturbulenzen besonders zu spüren.

Russland leidet stark unter dem Preisverfall beim Erdöl sowie den vom Westen wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen. Im vergangenen Jahr hat die russische Währung zum Dollar 40 Prozent an Wert verloren.

Anzeige

(sda/gku)