1. Home
  2. Politik
  3. Ruf nach Regulierungspause für Banken

Vorstoss
Ruf nach Regulierungspause für Banken

Banken in Frankfurt: Genug geregelt. Keystone

Ein Regulierungmarathon sei nicht hilftreich, sagte Andreas Dombret in einem Interview. Der Vortand der deutschen Bundesbank plädiert darum nach der Umsetzung von Basel III für eine Pause.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret hat sich für eine Pause bei der Regulierung nach der Verabschiedung der Basel-III-Reformen ausgesprochen. Es solle eine «Phase der Zurückhaltung» geben, sagte Dombret der Zeitung «Die Welt» laut Vorabbericht aus der Montagsausgabe.

Ein permanenter Regulierungsmarathon helfe niemandem, und er würde die Banken über Gebühr belasten. Zugleich warb er für einheitliche Regeln weltweit. «Die Grundsätze müssen überall umgesetzt werden, sonst gibt es mit uns kein Basel III», sagte der Bundesbank-Vorstand.

Blick auf die US-Regierung

Das Ringen um die sogenannten Basel-III-Reformen zur Bankenregulierung zieht sich schon lange hin. Die neue US-Regierung hatte zuletzt mit Überlegungen, die strengen Regeln für die heimischen Banken zu lockern, Befürchtungen ausgelöst, die USA könnten das Interesse an einer international abgestimmten Bankenregulierung verlieren. Eigentlich sollten die Reformen spätestens im Januar beschlossen werden.

Dombret sagte, es gebe noch zu wenige Fakten, um beurteilen zu können, in welche Richtung eine Deregulierung in den USA gehen könne. Ein Wettlauf um die niedrigste Regulierung werde aber langfristig allen schaden.

(reuters/me)

Anzeige