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Russland erwägt Einschnitte für Lufthansa und Co.

Lufthansa-Maschine in Moskau: Gegenwehr gegen Sanktionen.   Keystone

Als Reaktion auf die EU-Sanktionen prüft Russland laut einem Medienbericht, die Überflugrechte europäischer Fluglinien zu beschneiden. Für Lufthansa, British Airways und Air France würde das teuer.

Veröffentlicht am 05.08.2014

Russland erwägt als Reaktion auf die Sanktionen der EU einem Zeitungsbericht zufolge, die Überflugsrechte für europäische Fluggesellschaften zu beschneiden. Im Verkehrs- und im Aussenministerium werde geprüft, ob Flüge über russischem Gebiet eingeschränkt oder gar verboten würden, berichtete die Wirtschaftszeitung «Wedomosti» am Dienstag unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Person. Beschränkungen bei der Nutzung der Transsibirien-Route würden die Flugzeit nach Asien erhöhen und damit die Treibstoffkosten in die Höhe treiben.

Für Lufthansa, British Airways und Air France könnten sich die Einbussen dem Bericht zufolge bei einem drei Monate währenden Verbot auf rund eine Milliarde Euro summieren. Europäische Airlines gerieten damit im Wettbewerb mit asiatischen Fluglinien und den Golf-Airlines auf den lukrativen Routen nach Fernost ins Hintertreffen.

Allein 180 Flüge pro Woche über Sibirien

Das russische Verkehrsministerium wie auch die Zivilluftfahrtbehörde wollten sich zu dem Zeitungsbericht nicht äussern. Auch die Lufthansa, die allein für 180 Flüge pro Woche den sibirischen Luftraum nutzt, wie auch das Bundesverkehrsministerium und British Airways lehnten eine Stellungnahme ab.

Beschränkungen der Überflugsrechte würden dem Zeitungsbericht zufolge allerdings nicht nur europäische Gesellschaften treffen. Auch die heimische Fluggesellschaft Aeoroflot müsse dann mit Einbussen rechnen, weil sie von den europäischen Airlines Gebühren von rund 300 Millionen Dollar pro Jahr für den Überflug erhalte.

(reuters/me/ama)

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