Russland verwehrt dem krisengeschüttelten EU-Mitglied Zypern neue Finanzhilfen. «Die Verhandlungen sind beendet», sagte Finanzminister Anton Siluanow am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Es gebe kein Interesse an den Vorschlägen des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris.

Die Regierung Zyperns habe Russland vorgeschlagen, den Zugang zur Gasförderung vor Zypern zu ermöglichen. «Unsere Investoren haben sich die Frage angesehen. Ein Interesse gab es nicht», sagte Siluanow.

Ausserdem hätten die Zyprer Beteiligungen an ihren Banken offeriert. Aber auch hier habe sich kein einziges russisches Geldinstitut bereiterklärt.

Die Frage eines neuen russischen Staatskredits werde ebenfalls nicht verfolgt, weil die Europäische Union die Aufnahme neuer Schulden verboten habe, sagte Siluanow.

Kommentatoren gehen davon aus, dass Russland durch eine Verschärfung der Krise auf Zypern hofft, am Ende doch noch billiger an Vermögenswerte des Inselstaates zu kommen.

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(jev/aho/sda)