Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat sich gelassen über die wirtschaftlichen Folgen von Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise gezeigt. Russland könne die Auswirkungen von Strafmassnahmen minimieren, sagte Medwedew am Dienstag.

Das Land werde auf einen fairen Zugang zu ausländischen Märkten für seine Energie-Exporte bestehen, betonte der russische Regierungschef. Falls nötig, werde Russland rechtliche Schritte einleiten oder die Welthandelsorganisation einschalten.

USA drohen mit Sanktionen

Die USA hatten Russland mit weiteren Sanktionen gedroht, falls die Regierung in Moskau nicht mässigend auf die Separatisten einwirken sollte. Entgegen dem Genfer Abkommen für eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise hielten pro-russische Separatisten über das Osterwochenende weiter Regierungsgebäude in zahlreichen Städten der Ost-Ukraine besetzt.

US-Vizepräsident Joe Biden hat der Ukraine unterdessen bei seinem Besuch in Kiew die Hilfe der USA zugesichert. Die USA seien bereit, die Wirtschaft zu unterstützen, sagte Biden vor Parlamentariern am Dienstag in der ukrainischen Hauptstadt. Zugleich mahnte er an, die ausufernde Korruption im Land zu bekämpfen.

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Wichtige Präsidentenwahl

Die Regierung in Washington wolle der Führung beim Aufbau einer vereinten Ukraine helfen, sagte Biden. Die anstehende Präsidentenwahl am 25. Mai sei die wichtigste in der Geschichte des Landes. Biden ist der bislang ranghöchste US-Politiker, der seit Ausbruch der Krise in das Land reist.

(sda/me/sim)