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Russland plant eigenen Kreditkartendienst

Wladimir Putin: Der Präsident will einen russischen Kreditkartendienst.   Keystone

Präsident Wladimir Putin reagiert auf die verhängten Sanktionen gegen sein Land. Um die Abhängigkeit vom Westen zu reduzieren, plant er sein eigenes Plastikgeld - und ermahnt gewisse Konzerne.

Veröffentlicht am 27.03.2014

Russland plant wegen westlicher Sanktionen im Zuge der Krim-Krise den Aufbau eines eigenen Kreditkarten-Dienstes. «Das müssen wir machen, und das werden wir machen», sagte Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit führenden Abgeordneten. «Es ist wirklich bedauerlich, dass gewisse Unternehmen Restriktionen beschlossen haben», sagte er.

Visa und Mastercard frieren Zusammenarbeit ein

«Das wird wohl nur dazu führen, dass sie einen gewissen Marktanteil verlieren - in einem sehr profitablen Markt.» Die beiden weltgrössten Kreditkarten-Anbieter Visa und Mastercard hatten wegen der US-Sanktionen nach der Aufnahme der Krim in die Russische Förderation ihre Zusammenarbeit mit einigen russischen Banken eingestellt. Später wurden die Dienste in den meisten Fällen allerdings wieder aufgenommen.

Die Regierung in Moskau sucht wegen des Konflikts um die ukrainische Halbinsel Krim nach Möglichkeiten, wirtschaftlich unabhängiger vom Westen zu werden.

(reuters/dbe/sim)

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