Im Streit zwischen Russland und Frankreich über die Lieferung zweier Helikopterträger vom Typ Mistral kommt offenbar Bewegung. Die russische Regierung zeigte sich am Freitag bereit, eine Aufhebung des Vertrags zu akzeptieren.

Sie fordert von der französischen Regierung aber eine Ausgleichszahlung von 1,16 Milliarden Euro, wie eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht der russischen Tageszeitung «Kommersant». Laut der Zeitung wollte Paris bei einer Vertragsauflösung Moskau knapp 785 Millionen bereits überwiesene Euro zurückzahlen.

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«Ware oder das Geld»

Frankreichs Präsident François Hollande steht angesichts des gewaltsamen Konflikts in der Ukraine unter dem Druck seiner westlichen Verbündeten, die beiden Helikopterträger nicht an Russland zu liefern.

Präsidialamtsprecher Dmitri Peskow bestätigte die Angaben der Zeitung nicht. Er betonte aber: «Das Prinzip lautet: Entweder die Ware oder das Geld.» Das Thema stelle keinen grossen Streit zwischen beiden Ländern dar.

(sda/gku)