Saab-Chef Marcus Wallenberg kontert die in der Schweiz geäusserte Kritik rund um den geplanten Kauf der neuen Kampfflugzeuge: «Ich bin voll überzeugt, dass Saab seine Versprechungen einhalten wird.» Dies gelte auch für den angestrebten Zeitplan.

In der Schweiz befürchten zahlreiche Politiker und Armeevertreter, Saab könne den neuen Gripen E nicht wie versprochen bis 2018 liefern. Wallenberg nahm in einem schriftlichen Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» Stellung dazu. Saab verpflichte sich, den Zeitplan einzuhalten.

Falls dieser doch nicht eingehalten werde, werde das Geld zurückerstattet. Dies sei im Vertrag zwischen der Schweiz und Schweden geregelt. Damit wies er die Kritik zurück, wonach die Schweiz ein finanzielles Risiko eingeht, weil im Jahr 2014 erste Zahlungen fällig sind.

Der Bundesrat hatte am Mittwoch in einem Schreiben an die Parteipräsidenten verlauten lassen, dass Verhandlungen über konkrete Entschädigungen mit Schweden nötig seien, «sollten die Vorgaben in Bezug auf Leistung und Termin nicht eingehalten werden».

Der Verwaltungsratspräsident des Saab-Konzerns, welcher den Gripen baut, verwies darauf, «dass sich Saab finanziell in einer starken Position befindet». Das Gleiche gelte für den schwedischen Staat. «Es ist für die Schweiz wichtig, das zu wissen.»

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Gripen E steht im Zentrum

Saab stelle seit über 75 Jahre Kampfjets auf dem neusten Stand der Technik her. Im Jahr 2011 hat die Produktion des Gripen laut Wallenberg 27 Prozent der Einnahmen von Saab ausgemacht. «Das zeigt, dass das Unternehmen über ein sehr breites Portfolio an innovativen Hightechprodukten verfügt.»

Jetzt gehe es darum, den Gripen E gemäss den politischen Entscheiden nach Schweden und hoffentlich auch in die Schweiz zu liefern. Diesem Projekt gelte nun die ganze Aufmerksamkeit.

Auch zu den Gegengeschäften, die mit dem Kauf des neuen Kampffliegers verbunden sind, äusserte sich Wallenberg positiv. Das Unternehmen setze alles daran, seine Versprechungen bei den Kompensationsprogrammen einzuhalten.

(aho/sda)