Schuldner, die ihre Immobilienkredite wegen der Wirtschaftskrise nicht mehr bedienen könnten, müssten auch künftig nicht um ihr Haus fürchten, sagte Samaras am Donnerstag. «Das ist nicht verhandelbar.» Forderungen internationaler Gläubiger des Krisenlandes, das zum Jahresende auslaufende Verbot von Zwangsversteigerungen nicht zu verlängern, sind auch in der Koalition von Samaras' Konservativen und der Sozialisten umstritten.

Wegen der seit Jahren andauernden Rezession, Gehaltskürzungen und der steigenden Arbeitslosigkeit bleiben die Banken auf immer mehr faulen Krediten sitzen. Zahlen der Zentralbank zufolge waren im Dezember vergangenen Jahres 21,4 Prozent der Immobilienkredite notleidend nach 14,9 Prozent im Dezember 2011. Finanzminister Yannis Stournaris warnte vor dem Zusammenbruch von Banken, falls Einschränkungen bei Zwangsversteigerungen nicht gelockert würden.

Besuch aus Arabien

Samaras erörterte nach Angaben eines Regierungsvertreters mit dem saudiarabischen Milliardär Prinz Alwaleed bin Talal am Donnerstag Investitionsmöglichkeiten in Griechenland. Bin Talal gehört zu den reichsten Menschen der Welt, ist an Konzernen wie Citigroup und Apple beteiligt sowie Besitzer von Luxushotels in New York, London und Paris.

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(reuters/moh/se)