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Sarasin-Datendieb kurzzeitig in Haft

Neue Entwicklung in der Affäre Hildebrand: Der Datendieb Reto T. wurde vorübergehend verhaftet. Er soll Drohungen ausgestossen haben.

Veröffentlicht am 18.04.2012

Der ehemalige IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin, der die Affäre Hildebrand ins Rollen gebracht hatte, ist am Dienstagnachmittag im Thurgau verhaftet worden. Grund dafür war eine angebliche Drohung. Nach der Befragung wurde der Mann am späteren Abend wieder auf freien Fuss gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich habe am Dienstag erfahren, dass der ehemalige Mitarbeiter der Bank Sarasin am gleichen Tag möglicherweise eine schwere Drohung ausgesprochen habe, teilte die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Wem diese Drohung galt und in welcher Form sie erfolgt sein soll, gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt.

Es sei eine Verhaftung zur Einvernehmung gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Eckert gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Der Anwalt des IT-Mitarbeiters, Stefan Flachsmann, sagte: «Es handelt sich um ein Missverständnis.» Weitere Angaben machte er nicht. Der Anwalt von Nationalrat Christoph Blocher war nicht über den Vorgang und dessen Hintergrund informiert, wie er auf Anfrage sagte.

Der IT-Mitarbeiter hatte Daten über die Devisengeschäfte des ehemaligen Nationalbankpräsidenten an den Thurgauer Rechtsanwalt und SVP-Kantonsrat Hermann Lei übergeben. Nationalrat Christoph Blocher informierte die damalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey über die Finanzgeschäfte. In der Folge trat Hildebrand zurück.

(muv/laf/awp)

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