Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition hat auch am Donnerstag ihre Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen fortgesetzt. Bombardiert wurden nach Angaben von Anwohnern Ortschaften nördlich der Hafenstadt Aden und Panzer.

Am Dienstag hatte Saudi-Arabien die erste Phase seiner vor einem Monat begonnene Intervention für beendet erklärt und angekündigt, nur noch Angriffe zu fliegen, wenn dies «nötig» sein sollte.

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Weite Teile Jemens unter Kontrolle der Huthi

Die schiitischen Huthi haben weite Teile des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht. Die mehrheitlich sunnitischen Anhänger des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi halten noch Aden, um das seit Wochen gekämpft wird.

Saudi-Arabien und die USA werfen dem Iran vor, die Huthi-Miliz zu unterstützen. Die Regierung in Teheran weist dies zurück und verurteilt die Intervention Saudi-Arabiens.

Warnung an den Iran

US-Verteidigungsminister Ash Carter warnte, der Iran könne mit Waffenlieferungen an die Huthis den Konflikt weiter anheizen. Die USA seien besorgt, dass eine Gruppe iranischer Frachter Waffen geladen haben könnte. «Es gibt für niemanden einen Grund, hochtechnische Waffen auszuliefern in einer Lage, die schon weit jedes vernünftige Mass überschritten hat», sagte Carter im kalifornischen Moffett Field.

Der Minister verwies darauf, dass die in den Golf von Aden entsandten US-Kriegsschiffe - darunter ein Flugzeugträger - Präsident Barack Obama Handlungsoptionen eröffneten. Er ließ offen, ob die USA möglicherweise die iranischen Frachter stoppen und durchsuchen würden.

(reuters/dbe/ama)