Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in der Euro-Krise grosse Fortschritte. «Wir stehen deutlich besser da als vor drei Jahren. Die Zahlen zeigen die gute Entwicklung», sagte Schäuble der «Rheinischen Post».

Die durchschnittliche Neuverschuldung in den Euro-Ländern sei halb so hoch wie vor drei Jahren, die Differenzen bei den Lohnstückkosten seien enorm gesunken. «Die Finanzinvestoren fassen wieder Vertrauen.» 

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Schäuble verteidigte auch, dass Frankreich mehr Zeit für seinen Defizitabbau bekommt. «Die französische Regierung weiss, was sie tun muss. Wir reden untereinander völlig offen.»

Die Regeln des verschärften Stabilitätspakts seien eindeutig: Wenn es aufgrund einer verschlechterten Situation angezeigt sei, die Frist zu verlängern, bis man die maximal drei Prozent Defizit erreicht, sei das zulässig. «Frankreich hat schwierige Anpassungsprozesse zu leisten, ist aber auf einem guten Weg», sagte Schäuble.

(muv/awp)