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Wahlkampf
Scheinjob für Haushälterin kostet Fillon Punkte

François Fillon: Sein Ruf hat gelitten. Keystone

Der neue Skandal bremst François Fillon im Rennen um die französische Präsidentschaft. Laut Umfragen wollen weniger Wähler für den Spitzenkandidaten der Konservativen stimmen.

Veröffentlicht am 27.01.2017

Der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon hat nach Vorwürfen der Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau deutlich an Beliebtheit eingebüsst. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts Odoxa kommt der Wahlfavorit nur noch auf 38 Prozent Zustimmung. Das seien vier Prozentpunkte weniger als bei einer Erhebung vom 8. Januar und 16 Punkte weniger als bei einer vergleichbaren Umfrage des Instituts Ifop-Fiducial Anfang November.

Einen negativen Eindruck von Fillon haben der Odaxa-Erhebung zufolge inzwischen 61 Prozent. Die neue Umfrage wurde nach der Veröffentlichung eines Berichts der Zeitung «Le Canard Enchaine» über die Betrugsvorwürfe erstellt.

Fillon bestreitet Vorwürfe

Dem Satireblatt zufolge soll Fillons Frau Penelope über Jahre hinweg rund 600’000 Euro an öffentlichen Mitteln erhalten haben, ohne dafür gearbeitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen eingeleitet. Fillon hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Er tritt bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai gegen die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, und den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron an, die als starke Konkurrenten gelten.

(reuters/mbü/cfr)

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