US-Aussenminister John Kerry trifft am Dienstag überraschend mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Gesprächen über die Ukraine-Krise zusammen. Die Begegnung im russischen Sotschi sei Teil der Bemühungen, den Gesprächsfaden mit Russland aufrecht zu erhalten, sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Marie Harf, am Montag in Washington.

Die Beziehungen zwischen den beiden Atommächten sind wegen der Ukraine-Krise auf einem Tiefpunkt. Auf der Agenda stehen nach US-Angaben auch die Atom-Verhandlungen mit dem Iran und der Syrien-Konflikt.

US-Militärhilfe inakzeptabel

Die russische Nachrichtenagentur RIA berichtete unter Berufung auf Regierungskreise in Moskau, die russische Seite wolle Kerry klarmachen, dass US-Militärhilfe für die ukrainische Regierung inakzeptabel sei. Russland weist seinerseits die Darstellung des Westens zurück, es unterstütze die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit Waffen und Soldaten.

Der NATO zufolge stockt Russland seine Truppen an der Grenze zur Ukraine auf. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, die Truppen an der Grenze und im Osten der Ukraine würden mit schweren Waffen, Panzern, Artillerie, Luftverteidigung und viel Training verstärkt. Russland habe die militärische Kapazität für neue Angriffe in der Ukraine mit einer sehr kurzen Vorwarnzeit.

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(reuters/gku/ama)