Der Euro-Mindestkurs ist nach Ansicht von Bundesrat Johann Schneider-Ammann unbedingt zu erhalten. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin «Eco» plädiert der Wirtschaftsminister gar für eine Anhebung des Mindestkurses auf 1.35 bis 1.40.

Schneider-Ammann sagt, die Firmen bauten auf die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte Untergrenze von 1.20 Franken. «Es wäre fatal, wenn diese Untergrenze plötzlich wegfallen würde», ist sich Johann Schneider-Ammann sicher.

Im Gespräch geht er von einer Kaufkraft-Parität des Frankens gegenüber dem Euro von 1.35 bis 1.40 aus - «auch der Volkswirtschaftsminister hätte grundsätzlich gerne, wenn sich der Kurs dort einstellen würde».

Als eine der Massnahmen favorisiert Johann Schneider-Ammann die Einführung eines Mehrwertsteuer-Einheitssatzes. «Das würde die Firmen entlasten», so der Minister gegenüber «Eco».

Zudem gehe es darum, die Märkte zu öffnen. Angesprochen auf die Freihandels-Abkommen mit China und Indien, gibt sich Schneider-Ammann zuversichtlich, dass die Verhandlungen in den nächsten Monaten zu einem Abschluss kämen.

(vst)