Insgesamt gebe es seit Bekanntwerden des Ausbruchs der Seuche im März 14'098 bestätigte Ebola Infektionen und 5160 Todesfälle. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation am Mittwoch in Genf mit.  Es gibt der WHO zufolge jedoch Anzeichen dafür, dass die Zahl neuer Fälle in Guinea und Liberia landesweit nicht mehr steigt.

In Sierra Leone hingegen sei weiterhin eine «starke Zunahme» der Krankheitsfälle zu verzeichnen, teilte die Organisation mit. Da viele Krankheitsfälle nicht den Behörden gemeldet werden, gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer der Todesfälle noch höher liegt als von der WHO angenommen. Liberia ist das von der Seuche am schlimmsten betroffene Land. Etwa die Hälfte der Krankheitsfälle und Opfer entfallen laut WHO auf den kleinen westafrikanischen Staat.

Mali freute sich zu früh

Auch aus dem weiter nördlich liegenden Mali wurden am Mittwoch zwei neue Ebola-Todesfälle gemeldet. Die Regierung hatte erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, das Land sei nach nur einem Todesfall wieder völlig Ebola-frei.