1. Home
  2. Politik
  3. Schon weniger Ja für «Grüne Wirtschaft» und AHVplus

Votum
Schon weniger Ja für «Grüne Wirtschaft» und AHVplus

Rentner geniessen die Sonne: AHV-Initiative ist umstritten. Keystone

Neue Umfrage zur kommenden Abstimmung: Die Initiativen für «Grüne Wirtschaft» und AHVplus verlieren an Anhängern. Die Gegner konnten deutlich zulegen.

Veröffentlicht am 26.08.2016

Die AHVplus-Initiative und die Initiative für eine «Grüne Wirtschaft« haben laut einer Online-Umfrage an Terrain verloren. Bei beiden Vorlagen liegen die Befürworter zwar noch vorne, die Gegner konnten aber zulegen.

Gemäss der zweiten Tamedia-Umfrage sind aktuell 54 Prozent bestimmt oder eher für die AHVplus-Initiative, 40 Prozent sind dagegen. Vor zwei Wochen hatten laut der ersten Umfrage noch 60 Prozent ein Ja in die Urne legen wollen, und nur 32 Prozent waren gegen die Gewerkschaftsinitiative, die eine Rentenerhöhung fordert.

«Grüne Wirtschaft» im Gegenwind

Bei den Gegnern punktet in erster Linie das Argument, eine Aufstockung aller Renten sei nicht finanzierbar, wie die am Freitag veröffentlichte Umfrage zeigt. Das am meisten genannte Argument für die Initiative ist hingegen, die AHV-Renten hinkten den Löhnen hinterher.

Auch bei der Initiative für eine «Grüne Wirtschaft« wuchs das Nein-Lager kräftig an. Die Befürworter haben einen Monat vor der Abstimmung mit 47 Prozent zwar noch knapp die Nase vorn, 43 Prozent wollen die Initiative jedoch ablehnen. 10 Prozent sind noch unentschieden.

Meistgenanntes Argument

In der Umfrage vor zwei Wochen waren nur 33 Prozent dagegen gewesen - das Nein-Lager wuchs damit um 10 Prozentpunkte an. Die erste SRG-Trendumfrage hatte die Befürworter mit einem noch komfortableren Vorsprung gesehen: 61 Prozent Ja bei 24 Prozent Nein.

Das mit Abstand am meisten genannte Argument für die Initiative ist gemäss der Umfrage, wir seien es den kommenden Generationen schuldig, Sorge zur Umwelt zu tragen. Am ehesten gegen die Initiative spricht laut den Befragten, es drohe eine Verteuerung der Produkt und die Vorschriften schadeten der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.

Ja zu Nachrichtendienstgesetz

Auf eine solide Ja-Mehrheit können die Befürworter des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) hoffen, das wie die beiden Initiativen am 25. September an die Urne kommt. 59 Prozent der Befragten befürworten aktuell die Vorlage, 37 Prozent lehnen sie ab. Damit liegt der Ja-Anteil etwas höher als bei der ersten Tamedia-Umfrage.

Die zweite Tamedia-Umfrage wurde am 22. und 23. August online durchgeführt. Die Resultate basieren gemäss Tamedia auf rund 15'800 nach demographischen, geografischen und politischen Variablen gewichteten Antworten von Umfrageteilnehmenden. Der Stichprobenfehler beträgt +/-1,2 Prozentpunkte.

(sda/me/chb)

Anzeige