Bei einem mutmasslichen Bombenanschlag in der südtürkischen Stadt Adana sind am Donnerstagmorgen zwei Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere seien verletzt worden, sagte Provinzgouverneur Mahmut Demirtas der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. Die Detonation ereignete sich den Angaben zufolge vor dem Gebäude des Gouverneurs. Vermutlich habe sich eine Frau in die Luft gesprengt, berichtete der Fernsehsender CNN Turk unter Berufung auf die Behörden. Der türkische Europa-Minister Ömer Celik schrieb auf Twitter von einem «abscheulichen Angriff».

Auf Fernsehbildern war ein brennendes Fahrzeug auf dem Parkplatz vor dem Gouverneursgebäude zu sehen. Dichter schwarzer Rauch stieg auf. Rettungswagen waren vor Ort. Die Feuerwehr versuchte, den Brand zu löschen. «Der verdammte Terror greift weiter unser Volk an», schrieb Minister Celik. «Wir werden im Namen der Menschlichkeit bis zum Ende gegen diesen Terror kämpfen.»

Serie von Terroranschlägen

In der Türkei wurden in jüngster Vergangenheit zahlreiche Bombenanschläge verübt. Die Regierung hat wiederholt die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK dafür verantwortlich gemacht. Die radikal-islamische IS-Miliz hat mehrfach Anschläge in der Türkei für sich reklamiert. Auch linksextreme Gruppen haben sich zu mehreren Attentaten bekannt.

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(reuters/mbü)

— Ömer Çelik (@omerrcelik) 24. November 2016