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Alarm
Schüsse in Paris: Spezialeinheit übernimmt

Notre Dame: Weiträumig abgesperrt. Keystone

Die Pariser Polizei hat vor der Kathedrale von Notre-Dame auf einen Angreifer geschossen. Um den Vorfall zu klären, hat die Antiterror-Abteilung die Ermittlungen übernommen.

Veröffentlicht am 06.06.2017

Nach dem Vorfall vor der Kathedrale von Notre-Dame hat die Antiterror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Das gab die Behörde am Dienstag bekannt, nachdem die Polizei vor der Kathedrale das Feuer auf einen Angreifer eröffnet hatte.

Auf dem Vorplatz der Kirche halten sich üblicherweise viele Touristen auf. Der mutmassliche Täter sei mit einem Hammer bewaffnet gewesen und habe versucht, den Beamten anzugreifen, berichtete der Nachrichtensender BFMTV unter Berufung auf das Innenministerium.

240 Opfer in weniger als drei Jahren

Die ergänzenden Berichten wurde der Angreifer durch die Dienstwaffe eines Polizisten verletzt. Hintergründe des Zwischenfalls blieben zunächst unklar. Die Polizei teilte auf Twitter mit, es gebe einen Einsatz bei der Kirche im Herzen der Stadt. Sie rief dazu auf, den Bereich zu meiden. Das Areal wurde weiträumig abgesperrt.

Ob die Tat tatsächlich einen terroristischen Hintergrund hat, blieb offen. Frankreich wird seit rund zweieinhalb Jahren von einer Terrorserie erschüttert, knapp 240 Menschen kamen dabei ums Leben. Sicherheitskräfte waren mehrfach Ziel von Anschlägen. Mitte April war ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées von einem Gewalttäter erschossen worden.

Ausnamezustand seit November 2015

In Frankreich gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Der Ausnahmezustand soll nach Plänen der Regierung bis Anfang November 2017 verlängert werden.

(sda/me)
 

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