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Schweden verhört Assange in Londoner Botschaft

Julian Assange: Der Wikileaks-Gründer lebt seit Jahren in einer Botschaft. Keystone

Seit Jahren vesucht sich Julian Assange der Untersuchung der schwedischen Justiz zu entziehen. Nun können die Schweden den Wikileaks-Gründer erstmals mit den Vorwürfen gegen ihn konfrontieren.

Veröffentlicht am 14.09.2016

Wikileaks-Gründer Julian Assange soll am 17. Oktober in der Londoner Botschaft Ecuadors zu den gegen ihn in Schweden erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe vernommen werden. Das gab das ecuadorianische Aussenministerium bekannt. Der ecuadorianische Aussenminister Guillaume Long erklärte am Dienstag (Ortszeit) laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Andes, Schweden habe das Angebot seiner Regierung angenommen, Assange in dem Botschaftsgebäude zu befragen.

Die ecuadorianische Generalstaatsanwaltschaft beauftragte den Staatsanwalt Wilson Toainga, die Antworten Assanges auf die von der schwedischen Justiz gestellten Fragen aufzunehmen. Bei dem Verhör sollen aus Schweden auch je eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft von Västeras und der Stockholmer Kriminalpolizei anwesend sein.

Seit vier Jahren in der Botschaft

Assange hält sich seit über vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Er befürchtet, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm eine Verurteilung für die Enthüllungen seiner Plattform Wikileaks droht.

(sda/mbü/jfr)

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