In der Schweiz sind Vermögenswerte des Janukowitsch-Clans in der Höhe von mindestens 170 Millionen Franken blockiert. Die Bundesanwaltschaft (BA) beschlagnahmte diese Mittel in Verfahren gegen das Umfeld des abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Die Bundesanwaltschaft teilte der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage mit, dass Gelder in dieser Höhe beschlagnahmt worden seien. Betroffen seien praktisch die gleichen Personen und die gleichen Mittel, gegen die der Bundesrat Sanktionen ausgesprochen hatte.

Konten im März gesperrt

Die Regierung hatte im März nach dem Sturz Janukowitschs dessen Konten sowie die seines Umfeldes - insgesamt rund 30 Personen - eingefroren. Nicht bekannt war bisher, wie viel Geld gesperrt wurde.

Zum Vergleich: Nach dem Sturz des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak sperrte die Schweiz 700 Millionen Franken aus dessen Umfeld. Vom tunesischen Ben-Ali-Clan hatte die Schweiz einst 60 Millionen Franken blockiert.

Mehrere ehemalige Minister

Zu den von der Schweiz sanktionierten Personen aus der Ukraine gehören Söhne Janukowitschs, aber auch ehemalige Minister sowie deren Angehörige. In der schriftlichen Erklärung spricht die Bundesanwaltschaft von fünf derzeit laufenden Verfahren.

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Sie habe nicht auf Anfrage der Interimsregierung in Kiew gehandelt. Gemäss früherer Angaben geht die Behörde einem Geldwäscherei-Verdacht nach.

Eigene Untersuchungen zum Janukowitsch-Clan führt auch der Staatsanwalt des Kantons Genf. Mit den Genfern Behörden sei man in engem Kontakt, etwa über Fragen der Zuständigkeit, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit.

(sda/dbe)