Die Schweiz stellt für die Opfer des Taifuns Haiyan auf den Philippinen sechs Millionen Franken zur Verfügung. Der Beitrag dient der Finanzierung von Aktionen der Humanitären Hilfe vor Ort, wie das Aussendepartement am Samstag mitteilte.

Die Gelder würden namentlich in den Bereichen Wasser, sanitäre Grundversorgung, Notunterkunft und medizinische Versorgung eingesetzt, heisst es in der Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

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Darüber hinaus wolle die Schweiz internationalen Organisationen wie dem IKRK und UNO-Organisationen zu Hilfe kommen, die in den vom Taifun betroffenen Regionen tätig sind und zu finanziellen Beiträgen an Unterstützungsfonds aufgerufen haben. Diesen Organisationen sichert die Schweiz auch ihre Unterstützung durch die Entsendung von Experten des Schweizerischen Katastrophenhilfskorps (SKH) zu.

Erster Hilfsgütertransport angekommen

Bislang hat die Humanitäre Hilfe bereits 20 Experten des SKH auf die Philippinen entsandt. Im Norden der Insel Cebu haben sie damit begonnen, Nahrungsmittel zu verteilen, ebenso Hygienekits, Material für temporäre Unterkünfte sowie Kochutensilien, wie das EDA schreibt.

Die Humanitäre Hilfe hat zudem bis jetzt 21 Tonnen an Nothilfegütern auf die Philippinen geschickt. Der erste Transport hat die vom Taifun verwüsteten Regionen laut EDA erreicht. Er enthalte Ausrüstung zur Aufbereitung und Verteilung von Wasser, darunter mehrere Trinkwasserreservoirs von grosser Kapazität, Desinfektionsmaterial und Verteilsysteme. Der Einsatz dieses Materials habe in Daanbantayan und Ormoc auf der Insel Leyte begonnen.

Medizinisches Material zur Basisversorgung von 10‘000 Menschen während drei Monaten wurde gemäss der Mitteilung ebenfalls auf die Philippinen gebracht. Eine weitere Fracht mit Hilfsgütern hat die Schweiz am 14. November Richtung Philippinen verlassen. Sie enthält 2000 Plastikplanen und 2000 Wasserkanister, welche die bisherigen Lieferungen ergänzen.

(sda/moh)