Die Bundesanwaltschaft (BA) hat im Zusammenhang mit einem Datendiebstahl bei der Bank Julius Bär einen ehemaligen deutschen Steuerfahnder zur Verhaftung ausgeschrieben. Der Mann soll beim Datenklau im Jahr 2011 Mithilfe geleistet haben.

2700 Datensätze gestohlen

Das Verfahren gegen den Mittelsmann sei schon vor längerer Zeit eröffnet worden, sagte BA-Sprecher André Marty der Nachrichtenagentur sda zu einem Bericht der «Schweiz am Sonntag». Neu ist, dass der Betroffene, ein pensionierter deutscher Steuerfahnder, nun zur Verhaftung ausgeschrieben worden ist.

Wegen des Datendiebstahls war im Sommer 2013 ein deutscher IT-Fachmann zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Der frühere externe Julius Bär-Mitarbeiter hatte im Rahmen seiner Tätigkeit als IT-Spezialist am Standort Zürich zwischen Oktober und Dezember 2011 insgesamt 2700 Datensätze vermögender deutscher und holländischer Kunden gesammelt.

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Diese übergab er dann einem pensionierten deutschen Steuerfahnder, der die Daten weiterleiten sollte. Für seine "Recherchen" erhielt der Informatiker von den deutschen Steuerbehörden 1,1 Millionen Euro. Der Datendiebstahl flog im Sommer 2012 auf.

(awp/sda/chb)