Bundesrat Johann Schneider-Ammann und der burmesische Vizepräsident U Nyan Tun unterzeichneten am Rande des World Economic Forum (WEF) in Davos eine entsprechende Vereinbarung.

Damit hätten die Schweiz und Burma eine solide Grundlage geschaffen, um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren, teilte das Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Samstag mit. Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding werde ein regelmässiger bilateraler Dialog über Wirtschafts-, Handels-, Investitions- und Arbeitsfragen lanciert.

Die erste Gesprächsrunde dürfte laut WBF anlässlich der für Ende 2013 geplanten Wirtschaftsmission von Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch in Burma stattfinden. Die Schweizer Wirtschaft sei vom «Potenzial eines sich politisch und wirtschaftlich weiter öffnenden» Burmas überzeugt, schreibt das WBF.

Anzeige

Burma war seit 1962 eine Militärdiktatur. Die Regierung von Präsident Thein Sein hat seit ihrem Amtsantritt im März 2011 nach Jahrzehnten der Militärherrschaft eine demokratische Öffnung des Landes eingeleitet. Dazu gehörte etwa die Freilassung zahlreicher politischer Gefangener.

Aussenminister Didier Burkhalter hatte dem südostasiatischen Land im November einen Besuch abgestattet und in der Hauptstadt Rangun die neue Schweizer Botschaft eröffnet. Es war der erste offizielle Besuch eines Bundesrates in Burma.

(rcv/sda)