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Krim-Krise
Schweiz sistiert Verhandlungen mit Russland

Johann Schneider-Ammann: «Können nicht so tun, als wäre nichts geschehen.»   Keystone

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen unterbrochen – und setzt damit «das erste formellere Zeichen» im Ukraine-Konflikt.

Veröffentlicht am 19.03.2014

Die Schweiz hat erstmals mit konkreten Schritten zum Vorgehen Russlands in der Krim-Krise Stellung bezogen. Wie Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sagte, unterbricht die Schweiz die Verhandlungen mit Russland für ein Freihandelsabkommen.

Die vier Partnerländer der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) - die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein - fällten den Entschluss gemeinsam. «Wir haben zwischenzeitlich unter den vier Partnern vereinbart, dass wir eine Aufschiebung wollen», sagte Bundesrat Schneider-Amman gegenüber dem Schweizer Radio (SRF). Das sei auch Russland mitgeteilt worden.

«Verträge nicht um jeden Preis»

Gemäss dem Wirtschaftsminister ist dies das «erste formellere Zeichen» der Schweiz. Es sei ein Zeichen, dass «wir mit der Entwicklung unsere Sorgen haben». «In dieser unsicheren Situation kann es natürlich nicht sein, dass wir so tun, als wäre nichts geschehen», so Schneider-Ammann.

Freihandelsverträge seien wichtig, und ebenso der russische und der EFTA-Markt – «aber nicht um jeden Preis». Zu gegebener Zeit, «in gesicherten Verhältnissen», könne dann weiter verhandelt werden.

(sda/vst/sim)

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