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Korruption
Schweiz soll verhaftete Fifa-Funktionäre ausliefern

Die USA haben die Schweiz um die Auslieferung der sieben in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre ersucht. Die Kantonspolizei Zürich will nun die Beschuldigten anhören.

Veröffentlicht am 02.07.2015

Die USA haben die Schweiz um die Auslieferung der sieben in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre ersucht. Die formellen Auslieferungsersuche seien gestern Abend beim Bundesamt für Justiz (BJ) eingetroffen, teilte dieses am Donnerstag mit.

Die sieben Fifa-Funktionäre waren am 27. Mai 2015 in Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt worden. Am 1. Juli 2015 übermittelte die US-Botschaft in Bern laut BJ innerhalb der vom bilateralen Auslieferungsvertrag vorgesehenen Frist die formellen Auslieferungsersuchen. Die Ersuchen stützen sich auf Haftbefehle vom 20. Mai 2015 der für den Bezirk Ost von New York zuständigen Staatsanwaltschaft, die gegen die hochrangigen Fifa-Funktionäre wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von über 100 Millionen Dollar ermittelt.

Frist von 14 Tagen

Im Auftrag des BJ werde die Kantonspolizei Zürich die sieben Fifa-Funktionäre zu den Auslieferungsersuchen anhören, heisst es weiter in der BJ-Mitteilung. Anschliessend werde das BJ den betroffenen Personen bzw. ihren Anwälten eine Frist von 14 Tagen einräumen, um zu den Ersuchen Stellung zu nehmen. Diese Frist kann den Angaben zufolge «in begründeten Fällen» um 14 Tage verlängert werden.

Gestützt auf die Ersuche sowie auf die Anhörungen und die Stellungnahmen der betroffenen Personen werde das BJ dann «innert einiger weniger Wochen» über die Auslieferung entscheiden. Die Auslieferungsentscheide des BJ können dann beim Bundesstrafgericht sowie beim Bundesgericht als letzter Rekursinstanz angefochten werden.

(awp/moh/ama)

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