1. Home
  2. Politik
  3. Schweiz verlangt von USA Auskunft zu Geheimdiensten

Enthüllungen
Schweiz verlangt von USA Auskunft zu Geheimdiensten

Didier Burkhalter: Verstoss gegen die Wiener Konvention? (Bild: Keystone)

Neue Verstimmung zwischen Bern und Washington in Sicht: Bundesrat Didier Burkhalter zeigt sich überrascht von den Berichten über das Vorgehen des Geheimdienstes CIA in Genf.

Veröffentlicht am 10.06.2013

Der US-Informant Edward Snowden hat vor fünf Jahren in der Schweiz als CIA-Agent gearbeitet. Dies berichtete die Zeitung «Guardian». Dabei habe Snowden beobachtet, wie Agenten einen Schweizer Banker bearbeiteten. Bundesrat Didier Burkhalter zeigte sich darüber erstaunt.

«Diese Informationen sind überraschend für uns», sagte Burkhalter in der Sendung «Echo der Zeit» von Radio SRF. Der «Guardian» hatte berichtet, CIA-Agenten hätten den Banker absichtlich betrunken gemacht. Als der Banker in eine Polizeikontrolle geraten sei, hätten sie ihm ihre Hilfe angeboten. Im Gegenzug habe der Banker die CIA mit Informationen versorgt.

«Falls das stimmt, wäre es ein Verstoss gegen die Wiener Konvention», sagte Burkhalter. Aber zurzeit sei noch nichts bewiesen. «Deshalb sollte man jetzt Ruhe bewahren.» Die Beziehungen zu den USA würden dadurch sicherlich nicht erleichtert. 

Zuvor hatte sich bereits die EU-Kommission besorgt gezeigt über die Berichte zur Online-Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA.

(tno/sda)

 

Anzeige