Kundendaten von Schweizer Bankinstituten sind laut einem Medienbericht erneut an Steuerbehörden ins Ausland gelangt. Daten von zwei Schweizer Instituten seien an die britischen Steuerbehörden übergeben worden, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich dabei auf Informationen von zwei mit der Sache vertrauten Personen beruft.

Zumindest eine der beiden Banken sei in ausländischem Besitz und weise Kunden aus über 100 Ländern aus, heisst es weiter. Die britische Steuerbehörde HMRC (Her Majesty's Revenue and Customs) wollte gegenüber Bloomberg keinen Kommentar abgeben. Das Amt erhalte aber Informationen aus einer grossen Anzahl von verschiedenen Quellen, die sorgfältig untersuchten würden, wie ein Sprecher zitiert wird.

Die Schweiz und Grossbritannien haben sich letztes Jahr auf ein Steuerabkommen geeinigt, das eine Abgeltungssteuer für die Vermögen von britischen Bürgern beinhaltet. Das Schweizer Parlament muss dem Abkommen, das 2013 in Kraft treten soll, noch zustimmen.

(vst/awp)