Nach der Milliardenbusse für die Credit Suisse ist genug: Kathryn Keneally, die Verantwortliche für Steuerfragen im US-Justizdepartement, räumt auf den 5. Juni ihren Posten in der US-Verwaltung. Das kündigte das Ministerium am Dienstag auf seiner Website an.

Keneally half massgeblich mit, im vergangenen Jahr das Programm für die Schweizer Banken zur Beilegung des Steuerstreits mit den USA auszuarbeiten. Dieses Programm, die Einigung mit der Credit Suisse sowie das Schuldeingeständnis der untergegangenen Bank Wegelin werden in der Mitteilung auch als Erfolge ihrer zwei jährigen Amtszeit als Assistant Attorney General genannt. Auf Schweizer Seite nannte man Keneally ehrfürchtig «tough cookie»: Denn an Kathryn Keneally hatten die Credit-Suisse-Juristen heftig zu beissen.

Keneally kehrt nach New York zurück

Keine Angaben macht das Departement zur Nachfolge Keneallys und damit zur neuen Ansprechperson für die über 100 Schweizer Banken, die mit den US-Behörden noch eine Busse auszuhandeln haben. Keneally kehrt nach New York zurück, wo sie vor ihrem Engagement in der Verwaltung als Steueranwältin tätig war.

Anzeige

(sda/moh)