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Steuerstreit
Schweizer Banken proben den Aufstand

Paradeplatz: Das Zentrum der Schweizer Bankenmacht.   Keystone

Eine neue Passage im Steuer-Ablasshandel mit den US-Justizbehörden kommt vielen Schweizer Banken in den falschen Hals. Es hagelt heftige Proteste.

Veröffentlicht am 23.10.2014

73 Schweizer Schwarzgeldbanken proben den Aufstand: In einem geharnischten Brief ans US-Justizdepartement beschwerden sich die Banken-Anwälte, dass ihre Institute auch zur Kooperation mit Justizbehörden in anderen Ländern verpflichtet werden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Neue Begehrlichkeiten

Die Anwälte wollen im Brief, der Bloomberg vorliegt, eine weitgehende Änderung dieser Passage erwirken. Denn bei dieser Verpflichtung handle es sich nicht um die vorher gemachten Abmachungen, so die Schweizer.

In dem elfseitigen Schreiben protestieren die Banken auch gegen die Offenlegung von Informationen zu den Muttergesellschaften sowie dem Begehren, Informationen anderen als der US-Regierung zur Verfügung zu stellen.

Im Dezember letzten Jahres verpflichteten sich über 100 Institute im Rahmen eines «Non Prosecution Agreement» zur Kooperation mit den USA im langjährigen Steuerstreit. Die Credit Suisse und UBS haben mit den Amerikanern bereits eine Vereinbarung getroffen.

(chb)

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