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Reedereien
Schweizer Hochseeschifffahrt als Millionengrab

Seit dem zweiten Weltkrieg bürgt die Schweiz für Reedereien. Nun steckt eine davon in Geldnöten, dem Bund drohen Verluste im dreistelligen Millionenbereich.

Veröffentlicht am 07.02.2017

Die Schweizer Flagge weht im Wind auf dem Deck eines Hochseeschiffes. Insgesamt 50 solcher Schiffe sind in Betrieb. Sie sollen die Notversorgung in Krisenzeiten sicherstellen und dafür bürgt der Bund mit 800 Millionen Franken.

Nun aber ist die Reederei Enzian Ship Management in Geldnöten. Dem Bund droht ein dreistelliger Millionenverlust. Er verlangt von der Firma, dass diese ihre Schiffe verkauft.

Zahlreiche Konkurse

Erst im letzten Herbst klagte Michael Eichmann von der Enzian-Reederei gegenüber dem Schweizer Fernsehen, dass die Hochseeschifffahrt in einer tiefen Krise stecke. Mehrere hundert Reedereien stünden vor dem Konkurs. Betroffen von den Problemen seien vor allem die kleinen Schifffahrtunternehmen.

Doch auch die grossen Reedereien bleiben von der Krise nicht verschont. Letztes Jahr ging die koreanische Grossreederei Hanjin pleite und sorgte für Chaos, da auf den Schiffen Waren im Milliardenwert feststeckten.

Dass in der Schweiz ein ähnliches Debakel droht, ist zwar nicht zu erwarten. Dennoch zeigt der Beitrag von SRF Eco, dass Bund und Reedereien angesichts der angespannten Situation sehr nervös sind.

(btl)

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