Die Hotelbranche fürchtet sich vor den Folgen einer Annahme der Erbschaftssteuerinitiative. Diese hätte «grosse negative Konsequenzen auf die familieninternen Nachfolgeregelungen und die Investitionstätigkeit in der Hotellerie». Hotelleriesuisse lehnt das Volksbegehren deshalb klar ab.

In der Schweiz seien über 80 Prozent der Hotels in Familienhänden oder inhabergeführt, teilte der Verband mit. Viele dieser Betriebe würden von Generation zu Generation weitervererbt. Die Annahme der Erbschaftssteuerinitiative würde die Nachfolgeplanung in der Familienhotellerie gefährden.

Abgaben von 20 Prozent

Die Initiative verlangt die Einführung einer nationalen Erbschafts- und Schenkungssteuer von 20 Prozent. So lange der Nachlass inklusive steuerpflichtiger Schenkungen seit dem 1. Januar 2012 respektive die Summe aller steuerpflichtigen Schenkungen 2 Millionen Franken nicht übersteigen, werden weder Erbschafts- noch Schenkungssteuern fällig.

Über diesem Freibetrag sind nur Geschenke von mehr als 20'000 Franken steuerpflichtig. Keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer zahlen überlebende Ehegatten, eingetragene Partner und Partnerinnen sowie steuerbefreite juristische Personen.

(sda/dbe)