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Schwarzgeld
Schweizer Konto bringt mongolischen Politiker zu Fall

Bayartsogt Sangajav 2009: Nach Abschluss des Rio-Tinto-Deals war der damalige Finanzminister hoch angesehen. (Bild: Bloomberg)

Offshore-Leaks fordert politische Opfer an unerwarteten Orten: Der Vizesprecher des mongolischen Parlaments musste zurücktreten. Der Spitzenpolitiker war stark in einen Deal mit Rio Tinto involviert.

Veröffentlicht am 25.04.2013

Bayartsogt Sangajav ist seinen Job los. Der Vizesprecher des mongolischen Parlaments wurde vom Parlament des asiatischen Landes mit 56 zu 8 Stimmen seines Amtes enthoben. Einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur «Xinhua» zufolge wurde es Bayartsogt zum Verhängnis, dass er auf einem Schweizer Bankkonto zeitweise über 1 Million US-Dollar lagerte.

Der ehemalige Finanzminister war ausserdem Miteigentümer einer Firma auf den Britischen Jungferninseln. Diese war, ebenso wie das Bankkonto in der Schweiz, durch die Enthüllungen des «International Consortium of Investigative Journalists» (ICIJ) beim so genannten «Offshore-Leaks» ans Licht gekommen.

Zentrale Figur bei Deal mit Rio Tinto

Den Erklärungen des Politikers zufolge hatte er die Firma mit zwei Freunden gegründet, um mit internationalen Aktien zu spekulieren. Da kurz nach der Gründung aber die Finanzkrise ausbrach, kam es nie dazu.

Als Finanzminister war Bayartsogt 2009 eine zentrale Figur bei einem Vertrag mit dem australisch-englischen Rohstoff-Giganten Rio Tinto. Damals ging es um den Abbau von Kupfer und Gold. Die Mongolei nahm in den letzten Jahren enorme Summen aus dem Bergbau ein.

(jev)

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