Die Milchbranche fordert vom Bund angesichts der Frankenstärke ein millionenschweres Hilfspaket. Nun stimmt der Schweizer Bauernverband in diese Forderungen ein. Die Situation auf dem Milchmarkt sei «desaströs».

Die Forderungen an die Adresse der Politik decken sich mit jenen, welche die Akteure der Milchwirtschaft jüngst geäussert haben: Die Ausfuhrbeträge für landwirtschaftliche Produkte, bekannt als «Schoggigesetz», sollen erhöht werden, wie der Bauernverband am Freitag mitteilte. Und es brauche zusätzliche Mittel für die Absatzförderung, «um dem wegen der Frankenaufwertung gestiegenen Konkurrenzdruck im Milch- und Käsemarkt mit zusätzlichen Marketingmassnahmen entgegenhalten zu können».

Appell an die Milchbranche

Daneben richtet der Verband aber auch einen Appell an die Milchbranche: Die Anfang 2011 eingeführte Segmentierung der Milch müsse konsequent durchgesetzt und die nötige Transparenz über Milchmengen und Preise geschaffen werden.

Diese Massnahmen seien dringend nötig, um die Situation auf dem Milchmarkt und die «desaströsen, bei weitem nicht mehr kostendeckenden Preise für die Milchproduzenten zu stabilisieren». Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank habe die bereits zuvor angespannte Situation auf dem Molkereimilchmarkt weiter verschärft, so der Bauernverband. Die Produzentenpreise seien auf ein «ruinöses» Niveau gefallen.

(sda/ise)