Die italienische Finanzpolizei hat im Jahr 2012 an den Grenzübergängen von Como (I) Schwarzgeld in der Höhe von 55,3 Millionen Euro aufgespürt. Davon seien 41,4 Millionen Euro beschlagnahmt worden, teilte die Guardia di Finanza mit.

Die Kontrollen an den Grenzen zur Schweiz hätten ausserdem Hinweise auf illegale Auslandsvermögen in der Höhe von 265 Millionen Euro gegeben, geht aus einem Communiqué weiter hervor. Die italienische Finanzpolizei kündigte für die einzelnen Fälle weitere Ermittlungen an.

Auf dem gesamten Gebiet der Provinz Como sei unversteuertes Einkommen und Vermögen in der Höhe von 470 Millionen Euro ermittelt worden, schreibt die Guardia di Finanza weiter. Die dem italienischen Staat im Jahr 2012 unterschlagene Mehrwert- und Gewerbesteuer habe rund 91 Millionen Euro betragen.

Insgesamt 117 Personen seien in der Provinz Como wegen Steuerdelikten angezeigt worden, 13 wurden verhaftet. Die Finanzpolizei von Como entdeckte in ihrem Einsatzgebiet ausserdem 41'000 gefälschte Markenartikel, von Kleidung bis DVDs. Zudem soll Falschgeld in der Höhe von über 40'000 Euro in Umlauf gewesen sein.

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Auch Geldschmuggel im grossen Stil

Für den Schmuggel des Geldes wird teilweise viel kriminelle Energie aufgewendet. Die «Handelszeitung» berichtete bereits Anfang Februar über Klagen gegen ein Schmugglernetz aus dem Tessin. Die Behörden in Italien setzen auch Satellitenüberwachung ein und zapfen Telefone an, um des Schugglerproblems Herr zu werden.

(jev/sda)