Die Schweiz ist auf allfällige Turbulenzen an den Finanzmärkten wegen des Wahlausgangs in Griechenland gut vorbereitet. Dieser Ansicht sind die Präsidenten der Bundesratsparteien. Die Schweizerische Nationalbank sei für alle Eventualitäten gewappnet.

 

Die Nationalbank dürfte alle möglichen Szenarien durchgespielt haben, sagte FDP-Präsident Philipp Müller am Sonntag in der Präsidentenrunde des Schweizer Fernsehens im Rahmen der Eidg. Abstimmungen. Die Politik stehe hier nicht im Zentrum.

CVP: Franken-Untergrenze verteidigen

Auch für CVP-Präsident Christophe Darbellay liegt die Schlüsselrolle bei der Nationalbank. Es gelte, den Mindestkurs des Euros zum Franken von 1.20 Franken zu verteidigen. Die Unterstützung durch breite Kreise sei wichtig. Europa stehe vor schweren Zeiten.

SP-Präsident Christian Levrat zeigte sich befriedigt, dass die Nationalbank auch Negativzinsen und Kapitalverkehrskontrollen zur Verteidigung des Euro-Mindestkurses nicht ausgeschlossen habe. Nicht nur Europa sei von der Krise betroffen, auch die Schweiz.

SVP ist vorsichtig

Eher skeptisch zeigte sich dagegen SVP-Präsident Toni Brunner, sollte Griechenland tatsächlich den Euro als Währung aufgeben müssen. Ob die EU und auch die Schweiz die Auswirkungen im Griff hätten, bleibe abzuwarten. Das Beispiel zeige, dass der Bundesrat keine institutionellen Lösungen mit der EU anstreben sollte.

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(muv)