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Verhandlungen
Schweizer vermittelt in Venezuelas Politkrise

Emil Paul Tscherrig: Auf diesem Photo aus dem Jahr 1996 wird er zum Bischof geweiht. Keystone

In Venezuelas politischer Krise zeichnet sich eine Entspannung ab: Regierung und Opposition haben zu Gesprächen eingewilligt. Das verkündete ein von Rom entsandter Schweizer Diplomat.

Veröffentlicht am 25.10.2016

Angesichts der schweren politischen Krise in Venezuela wollen die sozialistische Regierung und die Opposition Verhandlungen aufnehmen. Die Gespräche beginnen am kommenden Sonntag auf der Insel Margarita, wie der Gesandte des Vatikans, der Schweizer Erzbischof Emil Paul Tscherrig, am Montag mitteilte.

Die Wahlbehörde hatte zuletzt den Referendumsprozess gegen Präsident Nicolás Maduro überraschend gestoppt. Die Opposition sprach von einem Staatsstreich, die Organisation Amerikanerischer Staaten (OAS) nannte Venezuela eine Diktatur.

Schwere politische und wirtschaftliche Krise

Venezuela leidet unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Seit dem Sieg der Regierungsgegner bei der Parlamentswahl Ende vergangenen Jahres bekämpfen sich Opposition und Regierung.

Mit dem Referendum wollen Maduros Gegner den Staatschef vorzeitig abwählen. Wegen des niedrigen Ölpreises und jahrelanger Misswirtschaft fehlt es in dem südamerikanischen Land an Lebensmitteln, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs.

(reuters/mbü)

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