Die Konsumentenschützer hatten den Preisvergleich vor einem halben Jahr zum ersten Mal angestellt. Ihr Befund damals: Die Zeitschriften kosteten in der Deutschschweiz rund 60 Prozent mehr als in Deutschland.

Der neue Preisbarometer vom Januar 2013 zeigt nun, dass die Titel in der Deutschschweiz sogar noch ein wenig teurer geworden sind. Dies teilten die Konsumentenorganisationen der deutschen, französischen und italienischen Schweiz mit.

Verlage schreiben Preise vor

Die 29 untersuchten Zeitschriften wie «Focus», «Gala» oder «GEO» sind in der Deutschschweiz im Durchschnitt 57 Prozent teurer als in Deutschland - und 41 Prozent teurer als in Österreich. Damit ist die Preisdifferenz gegenüber Deutschland gar noch um ein Prozentpunkt gewachsen, gegenüber Österreich blieb sie gleich.

«Die Preise werden von den ausländischen Verlagen festgelegt», sagte André Bähler von der Stiftung Konsumentenschutz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Die Kioskbetreiberin Valora signalisiert uns seit Längerem, dass sie daran nicht viel ändern kann.»

Basis für die Berechnungen der Konsumentenschützer ist der Wechselkurs von Ende Januar. Die Preise der letztjährigen Erhebung wurden für den aktuellen Preisbarometer ebenfalls mit dem neuen Kurs berechnet.

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Italienische Titel doppelt so teuer

Etwas besser ist die Lage in der Romandie. Französische Magazine wie «Elle» oder «Voici» kosteten dort im Januar 57 Prozent mehr als in Frankreich. Bei der ersten Erhebung waren es noch 64 Prozent.

Besonders tief in der Tasche greifen müssen dafür die Tessiner. Titel wie die «Gazzetta dello sport» oder «Donna Moderna» kosteten im Tessin mehr als doppelt so viel wie in Italien: Der Preisunterschied beträgt unverändert 105 Prozent.

(tke/chb/sda)