850 Steuersünder haben sich im vergangenen Jahr alleine im Kanton Zürich selbst angezeigt. Für Kanton und Gemeinden gab es dadurch über 40 Millionen Franken mehr Geld, der Bund erhielt 10 Millionen Franken an Nachsteuern, wie die Finanzdirektion auf Anfrage mitteilte.

Gemäss Finanzdirektion ist die Anzahl der Selbstanzeigen zwar rückläufig, aber immer noch deutlich höher als vor Einführung der «kleinen Steueramnestie».

Der Bund hatte die «kleine Steueramnestie» 2010 eingeführt. Jeder Steuerpflichtige kann sich einmal im Leben straflos wegen Steuervergehen selbst anzeigen. Im vergangenen Jahr machten 850 Steuerpflichtige im Kanton Zürich davon Gebrauch, im Vorjahr waren es 1000, im Jahr 2010 rund 1400.

Im letzten Jahr wurde Schwarzgeld im Umfang von 528 Millionen Franken offengelegt, im Vorjahr waren es 612 Millionen Franken, im 2010 waren es 666 Millionen Franken.

Willkommene Einnahmen

Im Kanton Solothurn haben sich im vergangenen Jahr 215 reuige Steuersünder selbst angezeigt. Sie meldeten den Steuerbehörden Schwarzgeld in der Höhe von rund 100 Millionen Franken. Der Kanton erhielt Nachsteuern von 3,3 Millionen und der Bund von 1,3 Millionen Franken.

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Im Kanton Schaffhausen haben sich im vergangenen Jahr 43 Steuersünderinnen und -sünder selbst angezeigt. Mit Konsequenzen müssen sie aber nicht rechnen.

231 reuige Steuersünder haben sich im Aargau selbst angezeigt und Vermögenswerte von 89 Millionen Franken offen gelegt. Diese Personen zahlten dem Bund, Kanton und den Gemeinden insgesamt 8,4 Millionen Franken Steuern nach.

Im dritten Jahr der Mini-Steueramnestie haben sich in der Ostschweiz rund 500 reuige Steuersünder bei den Finanzverwaltungen der Kantone gemeldet. Sie deklarierten etwa 400 Millionen Franken Schwarzgeld und zahlten gegen 20 Millionen Franken an Nachsteuern.

(tke/sda)