Von Anführern mit Megafonen angepeitscht zogen am Mittwochmorgen mehrere tausend Demonstranten durch das Regierungsviertel. Sie wollten die Ministerien für Arbeit, Industrie, Wissenschaft, Handel und öffentliche Gesundheit lahmlegen, indem sie Beamten den Zutritt verwehren. «Besetzt alle öffentlichen Verwaltungen», forderte Wortführer Suthep Thaungsuban in der Nacht vor Anhängern im teilweise besetzten Finanzministerium. Er forderte freie Wahlen ohne Stimmenkauf sowie ein Ende aller Korruption und die Dezentralisierung der Macht.

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Schon am Dienstag hatten die Protestierenden Ministerien in der Hauptstadt Bangkok besetzt. Sie stürmten mit Flaggen, Sprechchören und Trillerpfeifenlärm die Ministerien für Landwirtschaft, Tourismus und Transport. Andere belagerten das Innenministerium und richteten vor dem Tor Nachtlager ein. Im seit Montag besetzten Finanzministerium harrte der Wortführer der Demonstranten, Suthep Thaugsuban, mit Anhängern aus. Der Oppositionspolitiker war bis 2011 Vize-Regierungschef gewesen.

Rücktritt von Thaksin-Regime gefordert

Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. «Wir fordern ihn auf, sich zu stellen, sonst kann er verhaftet werden, wenn er auftaucht», teilte die Polizei nach Berichten von örtlichen Medien mit. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton appellierte an die Streitparteien, Eskalationen zu vermeiden und Meinungsverschiedenheiten auf friedlichem Wege zu lösen. «Sie ruft alle Beteiligten auf, das Gesetz zu respektieren und sich an demokratische Prinzipien zu halten», teilte ihr Sprecher mit.

(sda/se)