Der designierte US-Präsident Donald Trump könnte einem Medienbericht zufolge seinen Schwiegersohn Jared Kushner als wichtigen Berater ins Weisse Haus holen. Es sei unklar, ob ein Gesetz gegen Vetternwirtschaft auch für eine derartige Position gelte, berichtete das «Wall Street Journal». Demnach hat der 35-Jährige angedeutet, auf ein Gehalt verzichten und das Problem so umgehen zu können.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet und war bereits im Wahlkampf ein wichtiger Berater. Trumps Vertraute und frühere Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway sagte aber nun, sie gehe nicht davon aus, dass Kushner einen offiziellen Posten im Weissen Haus anstrebe. Er wolle seinem Schwiegervater nur helfen.

Ebenfalls Immobilienunternehmer

Trumps Team hat mehrfach dementiert, bei den Behörden eine Sicherheitsüberprüfung Kushners beantragen zu wollen. Diese wäre Voraussetzung dafür, dass der 70-Jährige mit ihm über Fragen der nationalen Sicherheit reden könnte.

Kushner ist wie Trump Immobilienunternehmer und lenkt das Familienunternehmen Kushner Companies. Bereits im Alter von 26 Jahren fädelte er den Kauf eines Hochhauses im New Yorker Stadtteil Manhattan für die Rekordsumme von 1,8 Milliarden Dollar ein.

(reuters/cfr/me)