Im Kanton Schwyz müssen die Gutgestellten ihren Beitrag an die Sanierung der Staatskasse leisten. Die Stimmberechtigten haben mit einem Ja-Anteil von 59,2 Prozent auf 2015 eine stärkere Besteuerung grosser Einkommen und Vermögen beschlossen.

Die vom Hauseigentümerverband mit dem Referendum bekämpfte Steuergesetzrevision wurde mit 26'921 Ja zu 18'531 Nein gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 45,4 Prozent.

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Mehreinnahmen von 66 Millionen erhofft

Von den Gesetzesänderungen erhofft sich der Kanton Mehreinnahmen von 66 Millionen Franken. Allerdings dürfte Schwyz trotz diesen Massnahmen nicht um eine generelle Steuererhöhung herumkommen, wie der Regierungsrat zehn Tage vor der Abstimmung ankündigte.

Stärker belastet werden mit den nun gutgeheissenen Massnahmen die 2,5 Prozent der Steuerpflichtigen, die ein Nettoeinkommen über 230'400 Franken (Verheiratete 438'000 Franken) haben. Bei der Vermögenssteuer wird der Steuersatz von 0,5 auf 0,6 Promille erhöht, wobei dank höheren Sozialabzügen der Mittelstand geschont wird. Weitere Mehreinnahmen wird es aus der Grundstückgewinnsteuer und der Dividendenbesteuerung geben.

Schwyz hatte letztmals 2009 seine Steuern gesenkt. Seither wird der Staatshaushalt von Defiziten geprägt. Nach Ansicht der Schwyzer Regierung handelt es sich um ein strukturelles Defizit, das durch die steigenden Zahlungen in den Nationalen Finanzausgleich verursacht wird. Die Fehlbeträge sollen mit Sparmassnahmen und Mehreinnahmen beseitigt werden.

(sda/chb)