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Russland
Seco-Chefin auf heikler Mission in Moskau

Präsident Putin: Handel leidet unter neuem kalten Krieg. Keystone

Um die Handelsbeziehungen zu verbessern, geht die höchste Schwiezer Wirtschaftsdiplomatin auf Tuchfühlung mit dem Kreml. Ein schwieriges Unterfangen.

Von David Vonplon
am 09.11.2016

Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch reist nächste Woche nach Moskau und St. Petersburg. Dort will sie sich mit hohen Vertretern des russischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung austauschen. «Gegenstand der Gespräche werden die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sein», bestätigt ein Sprecher des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) auf Anfrage der «Handelszeitung». Auch sollen die Interessen von Schweizer Unternehmen in Russland thematisiert werden. 

Der offizielle Besuch der Staatssekretärin findet in einer Phase statt, in welcher der Ruf nach einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland im Westen laut wird.

«Es geht nicht ums Abkommen»

Das Seco stellt klar, dass eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Russland gegenwärtig nicht infrage kommt: «Es geht bei dem Besuch nicht um das Abkommen», so Seco-Sprecher Fabian Maienfisch. Es liege zwar grundsätzlich im Interesse der Schweiz, die Gespräche fortzusetzen, die im März 2014 nach der Annexion der Krim durch Russland sistiert wurden. «Da sich die politische Situation seither nicht fundamental geändert hat, war dies bislang jedoch nicht möglich.» Wirtschaftsverbände unterstreichen derweil ihr Interesse an einem solchen Abkommen.

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