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Aussenwirtschaft
Seco-Chefin beunruhigt über Abschottungstendenzen

Seco-Chefin Ineichen-Fleisch: «Besonderes Interesse der USA an unserer Handelspolitik.» Raffael Waldner

Für Seco-Chefin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch ist der Vormarsch des Protektionismus beunruhigend. Die Schweiz sei auf den Zugang zu ausländischen Märkten angewiesen.

Von David Vonplon
am 14.12.2016

Seco-Chefin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch hält den globalen Vormarsch des Protektionismus für beunruhigend. «Als offene Volkswirtschaft mit einem beschränkten Binnenmarkt ist die Schweiz auf den Zugang zu ausländischen Märkten angewiesen», sagt sie im Interview mit der «Handelszeitung».

Einen gewissen Schutz würden immerhin internationale Abkommen, die WTO oder auch Freihandelsabkommen geben. Warnungen vor dem Ende der Globalisierung hält die Spitzenbeamtin jedoch für überzogen: «Politiker können nicht beschliessen, dass die Globalisierung jetzt beendet ist.»Das Phänomen finde so oder so statt.

Brexit weckt keine Befürchtungen

Ineichen-Fleisch will nicht ausschliessen, dass ein Freihandelsabkommen mit den USA unter Donald Trump zu einem Thema werden könnte: «Wir stellen heute ein besonderes Interesse der USA an unserer Handelspolitik fest», so die Spitzenbeamtin. Sie gehe davon aus, dass dieses Interesse bestehen bleibe – oder gar noch wachse.

Ebenfalls zeigt sich die Spitzenbeamtin optimistisch, dass nach dem Brexit für Schweizer Firmen keine Lücke im Zugang zum britischen Markt entsteht: Man pflege einen engen Dialog mit den britischen Kollegen. Die Schweiz sei deshalb gut positioniert.

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