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Verdächtigt
Seco-Korruptionsaffäre weitet sich aus

Seco: Eine zweite Person muss in Untersuchungshaft.   Keystone

Der Fall rund um die Korruptionen beim Staatssekretariat für Wirtschaft nimmt eine grössere Dimensionen an. Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun gegen zwei weitere Personen.

Veröffentlicht am 15.02.2014

Die Bundesanwaltschaft hat ihre Ermittlungen in der Korruptionsaffäre im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) auf zwei weitere Personen ausgedehnt. Für eine dieser Personen sei Untersuchungshaft beantragt worden, bestätigte die Bundesanwaltschaft am Samstag einen Bericht im «Tages-Anzeiger» und im «Bund».

Weitergehende Angaben könnten im jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden, schreibt die Bundesanwaltschaft. Gemäss dem Zeitungsbericht dürfte es sich bei den zwei Personen um den ehemaligen CEO und den ehemaligen Direktor der involvierten Informatikfirma Fritz & Macziol AG handeln.

Überteuerte Aufträge geschoben

Die mutmassliche Korruptionsaffäre im Seco war vor über zwei Wochen aufgedeckt worden. Ein Ressortleiter im Seco soll zusammen mit Komplizen beim IT-Unternehmen Fritz&Macziol sowie einer Tochterfirma korrupte Geschäfte getätigt haben.

Dem IT-Unternehmen sollen überteuerte Aufträge zugeschanzt worden sein. Im Gegenzug soll der Ressortleiter Geschenke wie etwa Vip-Tickets für Fussballspiele angenommen haben. Seit vergangener Woche sitzt ein Seco-Mitarbeiter in Untersuchungshaft. Gemäss unbestätigten Berichten handelt es sich bei ihm um den unter Korruptionsverdacht stehenden SECO-Ressortleiter.

Vergangenen Sonntag ist Dominique Babey, Stellvertretender Leiter der Direktion für Arbeit im Seco und offenbar direkter Vorgesetzter des verhafteten Hauptverdächtigen, zurückgetreten. Vermutet wurde, dass er über Missstände bei der Vergabe von Aufträgen Bescheid gewusst hat.

(sda/dbe)

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