Prorussische Separatisten haben internationalen Beobachtern den vollständigen Zugang zur Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs in der Ostukraine verwehrt. Die Beobachter könnten sich nicht uneingeschränkt bewegen, hiess es am Freitag von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien.

«Sie hatten nicht die Art von Zugang, den sie erwartet hatten. Sie hatten nicht die nötige Bewegungsfreiheit, um ihre Aufgabe zu erledigen», sagte der Schweizer Botschafter bei der OSZE, Thomas Greminger, am Freitag.

Die Arbeit internationaler Beobachter an der Absturzstelle dürfe nicht behindert werden, teilte die OSZE nach einer Sondersitzung ihres Ständigen Rats am Freitag in Wien mit. OSZE-Beobachter müssten unverzüglichen, vollständigen und sicheren Zugang zur Absturzstelle erhalten.

17 OSZE-Vertreter an Absturzstelle

Es dürften keine Gegenstände oder Trümmer vom Unglücksort entfernt werden. Der Ständige Rat forderte in einer Mitteilung zudem eine transparente und unabhängige internationale Untersuchung.

Die OSZE hat 17 Vertreter zu der Absturzstelle nahe Grabowo geschickt. Sie sollten über die Situation vor Ort berichten. Die Führung der Separatisten hatte ihnen zuvor freien Zugang zum Unglücksort zugesichert. Dem Gremium aus 57 Nationen gehören auch Russland und die Ukraine an.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat über Behinderungen beim Zugang zur Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs in der Ukraine geklagt. Die in die Region entsandten OSZE-Mitarbeiter könnten sich nicht in dem Maße frei bewegen, wie es für ihre Arbeit nötig sei