Miroslav Miskovic, der reichste Unternehmer in Serbien, muss sich vor Gericht für kriminelle Machenschaften verantworten.

Die Staatsanwalt habe Anklage wegen einer Schadenssumme von umgerechnet rund 185 Millionen Franken und Steuerhinterziehung von fünf Millionen Euro erhoben, teilte die Behörde in Belgrad mit. 

Dem seit Dezember in Untersuchungshaft sitzenden Miskovic drohten bei einem Schuldspruch bis zu zehn Jahre Haft. Er sei gemeinsam mit seinem Sohn Marko angeklagt, der inzwischen aus der U-Haft entlassen wurde, teilte die Anklage weiter mit. Miskovic werden Veruntreuungen bei zahlreichen Strassenbauunternehmen vorgeworfen. 

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Der Oligarch galt seit den 90er Jahren als der einflussreichste Unternehmer im Land, der sich durch Schmiergeldzahlungen das Wohlwollen der politischen Parteien erkauft haben soll. Der 67-Jährige bestreitet jede Schuld. 

Miskovic ist der bisher prominenteste Angeklagte im gross angelegten Kampf gegen die Korruption in diesem Balkanland, dem sich der politisch starke Mann Serbiens, Aleksandar Vucic, verschrieben hat. Serbien gilt als eines der korruptesten Länder Europas.

(muv/sda)